Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRWMonika Standard

Über mich

Geboren 1963 in Höxter, Ostwestfalen; Dipl. Soz.Päd., seit 1983 in Düsseldorf; bis 1996 tätig in der Jugendarbeit bei der Arbeiterwohlfahrt und dem Deutschen Jugendherbergswerk, danach bis 1999 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Landtagsfraktion und bis zur Wahl 2000 Mitarbeiterin im Ministerbüro von Michael Vesper.

Meine politische Laufbahn begann vor 20 Jahren im Stadtrat von Düsseldorf. Am historischen 9. November 1989 fand meine erste Ratssitzung statt. Damals war ich 26 und das jüngste Ratsmitglied der Stadt. In zehn Jahren Kommunalpolitik und fünf Jahren in der Landschaftsversammlung Rheinland waren meine politischen Schwerpunkte Jugend-, Sozial- und Wohnungspolitik. Die damaligen Themen: Die Bekämpfung von Wohnungsnot, Obdachlosigkeit und Armut sowie die Schaffung von Betreuungsplätzen für Kinder.

Mit der Wahl in den Landtag im Jahr 2000 folgte ein Themenwechsel, der neue Herausforderungen brachte. Als innenpolitische Sprecherin der Landtagfraktion bin ich seitdem für ein breites Themenspektrum zuständig: Feuerwehr, Datenschutz, Ausländerrecht und Flüchtlinge, Verfassungsschutz, Polizei, Katastrophenschutz und Kampfmittelräumdienst.

Nach den Anschlägen des 11. September 2001 und den folgenden in aller Welt bestimmte das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit die innenpolitischen Debatten. Datenschutz wurde als Täterschutz diffamiert und gesetzgeberischer Aktionismus sollte die Handlungsfähigkeit des Staates auf allen Ebenen demonstrieren. In den rot-grüne Regierungskoalitionen in Bund und Land war es unsere Aufgabe als Grünen, als rechtsstaatliches Korrektiv den Stellenwert der Grund- und Freiheitsrechte zu verteidigen.

2005 brachen mit Innenminister Wolf und der schwarz-gelben Regierung schlechte Zeiten für die Bürgerrechte an und für uns und mich gab es in der Opposition neue Aufgaben. Als innen- und rechtspolitische Sprecherin verstehe ich mich als leidenschaftliche Kämpferin für Demokratie und Rechtsstaat. Und es gibt noch viel zu tun, etwa wenn Minister Wolf den Datenschutz einschränkt - auch schon mal verfassungswidrig - oder wenn er die Mitbestimmungsrechte im Öffentlichen Dienst abbaut. Oder wenn es darum geht, Prävention statt Strafe als Prinzip der Kriminalitätsbekämpfung durchzusetzen und die zum Teil trostlosen Zustände in den "Knästen" im Sinne einer echten Resozialisierung zu verbessern.

Auf Bundesebene war ich als Sprecherin der BAG Demokratie und Recht auch in Sachen Bürgerrechte von 2003 bis 2008 aktiv. Unter all den wichtigen Themen liegen mir zwei besonders am Herzen: Der Einsatz für die Rechte von Flüchtlingen und der Kampf gegen den Rechtsextremismus.