Wildgänse als Boten des Klimwandels? – Auf Gänsesafari am Niederrhein

Am 15. Februar war Monika Düker zu Gast beim Grünen Kreisverband Kleve am Niederrhein, um – geführt von Dr. Volkhard Wille vom NABU – auf gemeinsame Gänseexkursion zu gehen.

Alljährlich im Herbst kommen zehntausende Wildgänse aus der arktischen Tundra und Taiga zum Überwintern in das Naturschutzgebiet Düffel, Kellener Altrhein und Flussmarschen am Niederrhein. Davon sind die meisten Bless- und Saatgänse. Und sie kommen immer früher, weil der Klimawandel in den arktischen Regionen sie dazu zwingt. Die Schneeschmelze und damit die Brutzeit beginnt immer früher und in der Folge wird das Futterangebot im Herbst knapp. In der Düffel finden die Gänse ein sicheres Winterquartier. Und sie werden inzwischen auch gut aufgenommen bzw. geduldet. Auf der deutschen Seite werden sie nicht mehr gejagt und für die Landwirte gibt es Entschädigungen vom Land NRW. Nur wenn sie in Ruhe gelassen und nicht aufgescheucht werden, können sie die nötigen Energiereserven anfressen, um im Frühjahr wieder zurück in die Tundra zu fliegen.

Die immer intensivere Landwirtschaft mit größeren Betrieben und Massentierhaltung zerstört leider auch in dieser Region die über Jahrhunderte gewachsene bäuerliche Kulturlandschaft. Wir Grüne setzen uns dafür ein, die Fördermittel so umzuverteilen, dass eine naturverträgliche bäuerliche Landwirtschaft ermöglicht wird, Gewässer und Böden nicht durch Überdüngung belastet werden und die Artenvielfalt erhalten bleibt. So lässt sich landwirtschaftliche Nutzung und Naturschutz auch in Zukunft vereinbaren. Nicht nur die Gänse werden davon profitieren.

Gänseexkursionen bei der NABU-Naturschutzstation Niederrhein e.V. können hier gebucht werden:

https://www.nabu-naturschutzstation.de/…/…/gaenseexkursionen

Bildergalerie:

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